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17.03.26

Gemeinsam Kunst erleben im VBKI-Kiez

Gemeinsam Kunst erleben im VBKI-Kiez

Charlottenwalk eröffnet neue Perspektiven auf die Berliner Kunstszene

Text und Fotos: Katja Bartz | Mitgliederbetreuung

Etwa 25 Mitglieder des VBKI kamen zum Charlottenwalk im VBKI-Kiez zusammen. Die Gruppe setzte sich aus einer gelungenen Mischung langjähriger Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie neuen Gesichtern zusammen, die erstmals dabei waren.

Im Verlauf des Rundgangs wurden vier Galerien besucht, die den Teilnehmenden abwechslungsreiche Einblicke in die aktuelle Kunstszene boten. Besonders bereichernd war die fachkundige Begleitung durch Susanne Burmehl: Mit großem Hintergrundwissen erläuterte sie ausgewählte Werke und gab darüber hinaus spannende Einblicke in den Kunstmarkt. Ihre Ausführungen eröffneten neue Perspektiven und regten zur vertieften Auseinandersetzung mit den Exponaten an.

Eine erfrischende Pause beim Malte Uekermann Kunsthandel bot zwischendurch Raum für Austausch und persönliche Gespräche. In entspannter Atmosphäre kamen neue und erfahrene Teilnehmende schnell miteinander ins Gespräch und konnten ihre Eindrücke teilen.

Der Charlottenwalk hinterließ bei allen Beteiligten vielfältige Eindrücke und unterstrich einmal mehr den besonderen Reiz, Kunst gemeinsam zu entdecken und darüber in den Dialog zu treten.

Folgende Galerien haben wir besucht:

 

Bita Kolenda Gallery
Raha Rastifard ist eine zeitgenössische Konzeptkünstlerin, deren Arbeiten sich mit Identität, kulturellem Erbe und Erinnerung auseinandersetzen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie kulturelle Narrative fortbestehen, sich verändern und neu gelesen werden können.

Angesichts der von Leid, Verlust und politischer Gewalt geprägten Situation im Iran stellt sich für viele Perser die Frage, wie Sichtbarkeit geschaffen werden kann, ohne Schmerz zu reproduzieren. Wie lässt sich erinnern, ohne zu erstarren?

Die Ausstellung „Beneath the Surface“ antwortet mit einer bewussten Haltung: Sie ist kein Ort des Schmerzes, sondern einer der Hoffnung, Würde und inneren Kontinuität. Tradition und Gegenwart begegnen sich hier als fortlaufender, leiser Dialog.

Malte Uekermann Kunsthandel
Mit der Ausstellung „Lothar Quinte. Die 1960er Jahre“ widmet sich der Malte Uekermann Kunsthandel einer entscheidenden Werkphase eines deutschen Künstlers, der Malerei als optisches Ereignis verstand.

Quintes Arbeiten wirken bis heute gegenwärtig, weil sie nicht abbilden, sondern Sehen organisieren – als präzises Zusammenspiel von Rhythmus, Kante und Fläche. Die Werke dieser Dekade zeigen, wie konzentriert Malerei sein kann, wenn sie Wahrnehmung nicht illustriert, sondern strukturiert – als Ordnung aus Setzung, Wiederholung und Variation.

Galerie Mond
Kopf-Darstellungen sind ein klassisches Thema der zeitgenössischen Kunst. Auch der anwesende Künstler Martin Heinig fragt: Was sagt mehr über den Menschen aus als sein Antlitz?

Seine neoexpressionistische Malerei macht sichtbar, was im Gesicht liegt: die Spannung zwischen Individuum und Gesellschaft, Isolation, Trauer und emotionale Intensität, aber auch Euphorie und Warmherzigkeit.

Den oft großformatigen, in Öl und Gouache gemalten Köpfen kann man sich kaum entziehen. Es entsteht eine unmittelbare Kommunikation zwischen Betrachter und Bild – ein Zwiegespräch mit der Kunst. 

Galerie Albrecht
Nils Olav Bøes neueste Arbeiten setzen seine langjährige Auseinandersetzung mit dem fotografischen Bild und seinen sichtbaren wie verborgenen Bedeutungen fort. Die Fotografien und Filme untersuchen das Verhältnis von Zeit und Motiv sowie von Realismus und Vorstellung.

Ein geheimnisvoller Schleier liegt über den schwarz-weißen Fotografien und Filmen. Sie üben eine starke Faszination aus und werfen Fragen auf: Wo existieren diese Welten? Was sehen wir wirklich?

Der Künstler sagt, er wolle Bilder für innere Seelenzustände finden – eine Erklärung, die zum zweiten Hinsehen einlädt.

Impressionen

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