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04.06.26

CEOs for Berlin im Konzerthaus Berlin: Führung im Zusammenspiel

CEOs for Berlin im Konzerthaus Berlin

Führung im Zusammenspiel

Text: Annette Kusche | Referentin politische Kommunikation und Ausschüsse

Erstmals luden die CEOs for Berlin zu einer Veranstaltung ein, bei der die Mitglieder in Begleitung teilnehmen konnten. Gastgeber des besonderen Abends war das Konzerthaus Berlin am Gendarmenmarkt, dessen kulturelle Arbeit und Bedeutung für die Hauptstadt mit diesem Format bewusst unterstützt werden sollte.

Auf Einladung von Intendant Tobias Rempe, der Geschäftsführenden Direktorin Janina Paul und Chefdirigentin Joana Mallwitz erhielten die Gäste Einblicke in die Arbeit des Konzerthauses Berlin und seines Orchesters.

Den Auftakt des Abends bildete die Einführung durch Joana Mallwitz in Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 5, in die Entstehung, Struktur und Besonderheiten des Werkes sowie in ihre künstlerische Herangehensweise. Anschließend erlebten die Gäste das Kurzkonzert „8ZEHN30“, bei dem das Konzerthausorchester Berlin unter ihrer Leitung Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 5 aufführte. Die eindrucksvolle musikalische Interpretation der Sinfonie und das spürbar außergewöhnlich gute Zusammenspiel der Musikerinnen und Musiker begeisterte das Publikum im ausverkauften Saal.

Diese Eindrücke boten zugleich einen gelungenen Auftakt für den weiteren Austausch des Abends. Beim anschließenden exklusiven Empfang im Carl-Maria-von-Weber-Saal kamen die Teilnehmenden mit Intendant Tobias Rempe und Chefdirigentin Joana Mallwitz ins Gespräch. In persönlicher Atmosphäre bot sich die Gelegenheit, mehr über die künstlerische Ausrichtung des Hauses sowie die strategische Weiterentwicklung des Konzerthauses Berlin zu erfahren und aktuelle Perspektiven zu diskutieren.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Frage, welche Impulse sich aus der Arbeit eines Orchesters für eine moderne Führung durch CEOs ableiten lassen. Mallwitz gab dabei spannende Einblicke in ihr Führungsverständnis. Erfolgreiche Zusammenarbeit entstehe nicht durch Hierarchie oder Macht, sondern durch Vertrauen, Klarheit und ein gemeinsames Ziel. Dirigieren bedeute dabei nicht, Anweisungen zu geben, sondern Menschen für eine Idee zu gewinnen. Höchstleistungen entstünden dort, wo Verantwortung übernommen werde, und Verlässlichkeit herrsche. Entscheidend seien die Klarheit der Vision und die Offenheit für das, was im Moment entstehe.

Diese Perspektive eröffnete deutliche Parallelen zur modernen Unternehmensführung. Auch in Organisationen stoßen klassische Leistungs- und Führungsmodelle zunehmend an ihre Grenzen. Gefragt sind heute Führungskräfte, die Orientierung geben, Vertrauen schaffen und unterschiedliche Talente auf ein gemeinsames Ziel ausrichten. Der Erfolg hängt dabei weniger von Kontrolle als von Zusammenarbeit, gegenseitigem Verständnis und der Fähigkeit ab, Menschen für eine gemeinsame Idee zu begeistern.

Der Abend machte deutlich, dass erfolgreiche Führung in Kultur und Wirtschaft auf ähnlichen Prinzipien beruht: Vertrauen schaffen, Verantwortung teilen, Orientierung geben und Menschen für ein gemeinsames Ziel zusammenbringen.

Beim anschließenden Get-together nutzten die Gäste die Gelegenheit für intensive Gespräche und neue Kontakte. Der besondere Rahmen des Konzerthauses bot dafür den passenden Raum und machte die Veranstaltung zu einem gelungenen Beispiel für den Austausch zwischen Kultur und Wirtschaft.

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