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03.09.26

Hochschulen dürfen keine Echokammern der Uniformität sein

Hochschulen dürfen keine
Echokammern der Uniformität sein

Auf Einladung von Prof. Dr. Oliver Günther konnte sich der Ausschuss Bildung und Wissenschaft vor Ort einen Eindruck von der Universität Potsdam und ihrer strategischen Weiterentwicklung verschaffen.

Text Annette Kusche | Referentin Politische Grundsatzfragen und Ausschüsse

Die Universität steht für eine besondere Verbindung aus Tradition und Zukunft. Ihr Campus blickt auf eine lange Geschichte zurück und hat über die Jahrzehnte unterschiedliche politische Zeiten erlebt. Heute geht es vor allem darum, diesen Wissenschaftsstandort konsequent weiterzuentwickeln, die Qualität von Lehre und Forschung zu sichern und Studierenden ein Umfeld zu bieten, das auch durch sein einzigartiges bauliches Ensemble besondere Bedingungen schafft.
Mit über 40 Prozent der Studierenden in Brandenburg kommt der Universität Potsdam dabei eine herausragende Bedeutung für die akademische Ausbildung im Land zu – national wie international.

Ein besonderer Glücksfall für den Standort ist das Engagement von Hasso Plattner. Mit dem Hasso-Plattner-Institut ist ein international anerkannter Ort für Forschung, Innovation und universitäre Ausbildung entstanden.
Im Mittelpunkt des Austauschs stand aber nicht nur die Frage nach der strukturellen und qualitativen Weiterentwicklung der Hochschulen. Ebenso wichtig war die Rolle von Universitäten im gesellschaftlichen und politischen Diskurs. Oliver Günther machte deutlich, dass Hochschulen keine Echokammern der Uniformität sein dürfen. Sie müssen unterschiedliche Perspektiven zulassen, kontroverse Auseinandersetzungen ermöglichen und Raum für das „echte Leben“ schaffen.
Überparteilicher Diskurs bedeutet dabei nicht, unpolitisch zu sein. Wissenschaft lebt von Argumenten, Widerspruch, Offenheit und der Bereitschaft, unterschiedliche Positionen ernsthaft miteinander ins Gespräch zu bringen.
Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen in Potsdam meldete sich der mit mehr als 30 Mitgliedern sehr aktive Ausschuss zugleich aus der Sommerpause zurück.

Vielen Dank an Prof. Dr. Oliver Günther für die Einladung und die offenen Einblicke sowie an die beiden Vorsitzenden René Sadowski und Stefanie Molthagen-Schnöring für die Organisation.

Ein gelungener Auftakt für die weitere Arbeit rund um Bildung, Wissenschaft und die Zukunft unserer Hochschullandschaft.

Die Ausschüsse und Dialogforen im VBKI sind Treiber unserer inhaltlichen Arbeit. Wenn Sie mehr darüber erfahren oder sich selbst engagieren möchten, bekommen Sie alle Informationen dazu bei Annette Kusche und unter: vbki.de/dialog

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