KI First – Vom Ansatz zur Umsetzung
VBKI Digital und KI Park diskutieren bei SAP mit führenden KI-Experten
Text Jonas Koch | Juniorreferent Kommunikation und Marketing
Wie gelingt der Schritt von einzelnen KI-Anwendungen zu einem Unternehmen, das mit KI arbeitet und Wertschöpfung neu gestaltet? Diese Frage stand am 5. Oktober 2026 im Mittelpunkt der gemeinsamen Veranstaltung von KI Park, SAP und VBKI: „Der Weg zur AI-First-Organisation: Arbeit, Prozesse und Wertschöpfung neu denken“.
Dr. Florian Schütz, Geschäftsführer des KI Park, und Ute Weiland, Geschäftsführerin des VBKI, und Stefanie Rütten, Ecosystem Development Lead bei SAP begrüßten die Gäste. Durch den Nachmittag führten Dr. Florian Schütz und Dr. Norman Bernhardt, Co-Vorsitzender von VBKI Digital und Geschäftsführer von Imendo.
Drei Perspektiven aus der Unternehmenspraxis
Florian Kunzke, Global Director AI Strategy bei SAP, erläuterte, warum eine AI-Native-Organisation mehr braucht als KI-gestützte Software: Auch Geschäftsmodelle, Prozesse und Kultur müssen sich weiterentwickeln.
Alexander Krimm, Head of AI Engineering der WOCO Group, zeigte am Beispiel des Qualitätsmanagements, wie ein Automobilzulieferer den Weg von isolierten Piloten zum operativen KI-Einsatz gestaltet. Entscheidend sind geeignete Daten, klare Verantwortlichkeiten und die Akzeptanz der Mitarbeitenden.
Stefan Schultz, Mitglied der Geschäftsleitung von PAYBACK, richtete den Blick auf die Kundenwertschöpfung und die Frage, wie KI Angebote und Kundenbeziehungen verändert. Übergreifend wurde deutlich: KI braucht neben Daten auch Kontext – das Wissen darüber, was Informationen bedeuten und wie sie mit Geschäftsentscheidungen zusammenhängen.
In vier Workshops wurde es konkret
Daniel Herrmann von Berlin Recycling und Dr. Marcus Voß von Birds on Mars diskutierten das Zusammenspiel von Menschen und KI-Agenten. Ihre zentrale Botschaft: Führung bleibt verantwortlich. Mitarbeitende brauchen Vertrauen und eine Perspektive auf ihre Rolle im Wandel, damit sie ihr Wissen einbringen.
Steven Lewandowski von addressable value widmete sich der Messung des Geschäftswerts. Dafür braucht es klare Erfolgskriterien und einen Austausch zwischen Fachbereichen, Technologie und Führung.
Dr. Marc Karahan vom KI Park und Sebastian Bluhm von PLAN D entwickelten anhand der Angebotserstellung einen Prozess aus der AI-First-Perspektive. Dabei zeigte sich: Auch bei stärkerer Automatisierung bleiben menschliche Erfahrung und Kundennähe entscheidend.
Nico Schwarz von Kieback & Peter beschäftigte sich mit Governance als Voraussetzung für einen verlässlichen KI-Einsatz. Datenschutz, Datenklassifizierung und Zugriffsrechte müssen frühzeitig geklärt und organisatorisch verankert werden.
Fazit: AI First ist eine Führungs- und Gestaltungsaufgabe
In der Abschlussrunde führten die Workshopleitenden ihre Ergebnisse zusammen. Das klare Fazit: Der Weg zur AI-First-Organisation gelingt, wenn Unternehmen Prozesse neu denken, Mitarbeitende einbinden und den Nutzen von KI anhand gemeinsamer Ziele überprüfen. Verlässliche Leitplanken schaffen dafür die Grundlage.
Für Unternehmen heißt das konkret: einen relevanten Geschäftsprozess auswählen, die gewünschte Wirkung definieren und Verantwortlichkeiten klären. So wird aus einem KI-Piloten ein tragfähiger Ansatz für die Organisation.
Bildnachweis: KI Park / Peter Mate
Impressionen
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