Ein Blick hinter die Kulissen der Deutschen Oper Berlin
VBKI Young Professionals entdecken die verborgenen Abläufe des Musiktheaters
Text: Undine Kugler | Veranstaltungsmanagement
Wie viel technische, organisatorische und handwerkliche Arbeit hinter einem Opernabend steckt, konnten die Young Professionals des VBKI bei ihrem Meetup am 7. Mai aus nächster Nähe erleben. Statt im Zuschauerraum Platz zu nehmen, führte die exklusive Tour diesmal dorthin, wo der reguläre Theaterbetrieb für das Publikum meist unsichtbar bleibt: hinter die Kulissen der Deutschen Oper Berlin.
Bei der Führung erhielten die Junioren Einblicke in eines der größten Opernhäuser Deutschlands. Die Deutsche Oper Berlin wurde 1961 eröffnet und steht seit Jahrzehnten für Musiktheater von internationalem Rang. Mit ihrem modernen Bühnenhaus, den weitläufigen Werkstätten und komplexen technischen Prozessen ist sie nicht nur ein kulturelles Aushängeschild der Hauptstadt, sondern zugleich ein Betrieb, in dem täglich zahlreiche Gewerke ineinandergreifen.
Die Young Professionals besuchten unter anderem den Orchestergraben, die Probenbühnen sowie das Kulissenmagazin und bekamen vermittelt, welche Abstimmung und Präzision notwendig sind, um große Produktionen Abend für Abend auf die Bühne zu bringen. Deutlich wurde dabei vor allem, wie eng technische Abläufe, Bühnenbild, Logistik und künstlerische Arbeit miteinander verzahnt sind.
Wie viel Arbeit auch in den Details einer Produktion steckt, zeigte sich beim Besuch der Schneiderei der Deutschen Oper Berlin. Kostümdirektorin Wiebke Horn gewährte den Young Professionals einen Einblick in die Arbeit der Kostümwerkstatt und erläuterte die Anforderungen an Material, Verarbeitung und Funktionalität der Bühnenkostüme. Die Junioren konnten selbst ausprobieren, welches Gewicht einzelne Kostüme durch die verwendeten Stoffe und Materialien erreichen. Der Besuch machte deutlich, welche handwerkliche Präzision und Sorgfalt hinter jedem einzelnen Kostüm steckt.
Ein weiterer besonderer Moment des Abends: Die Young Professionals trafen mitten in den Aufbauarbeiten für Richard Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ ein – in der Inszenierung von Stefan Herheim. Die Junioren konnten dadurch unmittelbar miterleben, welche technischen und organisatorischen Dimensionen mit einer Produktion dieses Umfangs verbunden sind. Zwischen Kulissenelementen, Bühnenumbauten und den letzten Vorbereitungen vor den Aufführungen wurde sichtbar, wie viele Arbeitsschritte hinter einem Opernabend stehen.
Ein herzlicher Dank gilt der Deutschen Oper Berlin, besonders Severin Hosang und Rufus Franzen, für die spannenden Einblicke und die Möglichkeit, eines der renommiertesten Musiktheater Europas aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.
Impressions
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