Mehr als nur Kreativität
Ausschuss für Wirtschaftspolitik fordert runden Tisch für Kreativ- und Digitalwirtschaft
Text Annette Kusche | Referentin Politische Grundsatzfragen und Ausschüsse
Unser Ausschuss für Wirtschaftspolitik diskutierte auf Einladung der Co-Vorsitzenden Sabine Clausecker, in den neuen Räumen der CBE DIGIDEN AG mit Jeannine Koch, Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführerin, medianet berlinbrandenburg.
Jeannine Koch stellte vor, dass in diesem Wirtschaftssektor rund 44.000 Unternehmen und Selbstständige, mit 244.000 Beschäftigten einen Umsatz von 56,4 Milliarden Euro machen. Damit gehört die Kreativwirtschaft zu einem zentralen Faktor für Berlin. Sie steht für rund 15 Prozent des Berliner Bruttosozialproduktes. Mehr dazu auch im aktuellen Kreativ- und Digitalwirtschaftsbericht.
Besonders dynamisch entwickeln sich unter anderem die Filmwirtschaft sowie die Games- und Softwarebranche. Die überwiegend kleinteilig organisierte Branche steht vor großen Herausforderungen: fehlende Fachkräfte, langwierige Visa- und Genehmigungsverfahren, knapper werdende Flächen, internationaler Wettbewerbsdruck und die tiefgreifende Transformation durch Künstliche Intelligenz.
Sie fordert größere Sichtbarkeit, stärkere Interessenvertretungen und einen intensiveren Austausch über die Grenzen der einzelnen Teilmärkte hinweg. Berlin braucht verlässliche Strukturen, zentrale Anlaufstellen für Unternehmen und Kreative sowie Räume in der Stadt, in denen neue Ideen entstehen und wachsen können.
Ein wichtiges Signal wäre ein „Runder Tisch“ für die Kreativwirtschaft im Roten Rathaus. Denn Berlins Stärke liegt in seiner Freiheit, seiner Vielfalt und seiner Kreativität. Dieses Potenzial gilt es zu sichern und zu fördern.
Ein herzlicher Dank gilt Sabine Clausecker für die Einladung und Jeannine Koch für den Impuls. Mehr zur Arbeit der VBKI-Ausschüsse, erfahren Sie bei Annette Kusche.
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